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Ein Tag im Leben von Lukas Salvisberg, Triathlet

25. febbraio 2011

7.07, aus dem iPhone dröhnt Musik von Kid Cudi… Keine Chance zum Aufstehen, ich drücke „schlummern“. Weitere 7 min später wieder das Gleiche… Nach unserem harten Training von gestern hätte ich jetzt locker noch weitere zwei Stunden schlafen können. Doch ich muss aufstehen, in 16min gehts schon los mit dem ersten Training.

Um 7.30 treffe ich meine beiden Brüder Andrea und Florin. Gemeinsam gehts zum lockeren Morgenfooting… Nüchtern, wohlverstanden.

Später gönnen wir uns dann ein ausgewogenes Frühstück und besprechen den weiteren Tagesablauf. Nun ja, viel wählen können wir da leider nicht. Die Vorgaben vom Trainer Adrian Bürgi sind einzuhalten – zum Glück spielt aber heute das Wetter mit.

Das Schöne am Spitzensport ist, dass ich schon um neun Uhr eine wohlverdiente Pause machen kann und meine Beine etwas hochlagern darf. Leider nicht sehr lange, denn um zehn Uhr wartet schon das nächste Training auf uns.

9.55, 13 Grad Aussentemperatur - perfekt für ein Velotraining. Endlich können wir auch wieder draussen auf unseren BMC Machines trainieren. Rollentraining haben wir diesen Winter wirklich genug gemacht.

9.57 - Was ziehe ich überhaupt an?

10.01 - Unser Trainingskollege Alain Wüthrich von TG Hütten trifft bei uns ein.

10.03 - Wir wollen losfahren – doch mein Bruder hat noch ein Plattfuss

10.07 - Endlich geht es los.

120 Minuten Radtraining stehen auf dem Programm – heute sind wir ein reines BMC Team!! Sieht toll aus. Nach einem lockeren Einfahren gibt es 2 x 20 Minuten Teamfahren im Belgischen Kreisel. Leider klappt es noch nicht perfekt. Nun ja, da müssen wir wohl noch ein paarmal üben.

Wieder zu Hause gibt es dann einen kurzen Wechsel und weiter geht es auf einen abschliessenden Koppellauf. Im Triathlon ist es sehr wichtig, dass wir das Laufen nach dem Radfahren auch gut trainieren. Heute sind nicht alle topfit, die Kälte macht uns etwas zu schaffen. Aber wenn wir im „Team“ trainieren, gibt es nicht viel zu jammern. Man geht einfach mit… es gibt keine andere Wahl.

Nach dem Mittagessen gibt es eine Coffee Pause und einen kurzen Powernap… Nun leider muss es heute wirklich ein kurzer Nap sein, denn für die Salvisberg Brothers beginnt um 15.00 eine Vorlesung an der Universität Bern. Heute ist Statistik an der Reihe…

2 Stunden später und nicht viel gescheiter verlassen wir den Uni Raum und wissen nun, dass es Co-Varianz, Korrelation und die Standartabweichung gibt. Nun ja..da müssen wir wohl dann noch einmal zu Hause ein bisschen repetieren, um zu wissen, um was es eigentlich gegangen ist.

Direkt weiter geht es nach Burgdorf ins Schwimmtraining. Eigentlich sollte es locker werden… doch leider sieht der Trainingsplan der Schwimmer heute ganz anders aus. 15 x 100m schnell steht auf dem Training. Ich gehe die Serie ziemlich locker an, die Schwimmer sind kurz vor der Schweizermeisterschaft in Topform. Plötzlich zieht mein jüngerer Bruder Florin an und schwimmt die 100m in ähnlicher Zeit wie die Schwimmer. Als älterer Bruder kann ich das natürlich nicht gelten lassen und schwimme nun auch nach… Bis zum Schluss hatten wir dann doch noch ein sehr hartes Schwimmtraining. Aber was hätte ich tun sollen? Obwohl meine Brüder immer wie schneller werden, möchte ich doch noch der Schnellste in der Familie sein. So schliesst sich der Kreis und jeder motiviert jeden bei den Salvisberg Brothers. Bis jetzt bin ich noch der Schnellste in der Familie…aber wie lange noch??

Zuhause gönnen wir uns einen gemütlichen Abend, vor dem Fernseher, auf Facebook oder beim Lernen…das ist jedem von uns überlassen… An das Training von morgen denke ich gar nicht… es wird bestimmt auch hart.