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Ein Tag im Leben von… Fabienne Heinzmann, Marathon-Mountainbikerin

17. gennaio 2011

..ein ganz normaler Trainingstag zur Vorbereitung des Grand Raid Christalp Verbier-Grimentz im August 2010

Es dauert noch 10 Tage bis zum Startschuss des bis anhin längsten Grand-Raid-Cristalp von Verbier nach Grimentz. Zum 21. Jubiläum wurde die Strecke auf 138km und 5800 hm verlängert - das wird definitiv ein langer Tag...

7.00 Uhr: der Wecker klingelt, aufstehen... Ich schaue aus dem Fenster, die Sonne scheint mir ins Gesicht. Super, der perfekte Tag für ein langes, hartes Training. Ab in die Küche Frühstück vorbereiten, Kaffee, frisches Brot, Konfitüre und vieles mehr. Ich geniesse das feine Frühstück mit meinem Schatz Alex, so fängt der Tag am besten an. Nun heisst es Velokleider anziehen, Veloflasche bereit machen, und ein paar Powerriegel für unterwegs einpacken. Ich lade mein BMC-Bike, meine Veloschuhe, den Helm und ein paar trockene Kleider ins Auto. Heute schaue ich mir ein Teil der Rennstrecke des Bike-Marathons Verbier-Grimentz an. Mit dem Auto fahre ich bis Vex, von dort startet mein Training in Richtung Veysonnaz Station. Der erste Aufstieg bis zur Rennstrecke ist länger als ich dachte. Nach rund 10km kann ich auf die Rennstrecke einbiegen. Der Streckenteil von Veysonnaz bis Hérémence hat einige technische Passagen, die ich mir sehr gut anschaue. Schon bald merke ich, dass es gut läuft und ich viel Spass an der Strecke habe. Es ist für mich sehr wichtig, dass ich beim letzten Training auf der Rennstrecke ein gutes Gefühl mitnehmen kann. Mit viel Motivation nehme ich den Aufstieg zum Mandelon in Angriff. ...wenn die Beine am Renntag auch so super sind, wird es genial...Gedanken, die mich begleiten.

Kurz vor dem Mandelon treffe ich auf einen Bike-Kollegen, der sich die Rennstrecke ebenfalls anschauen will, zusammen fahren wir weiter. Es macht deutlich mehr Spass, nicht alleine unterwegs zu sein. Die Zeit vergeht wie im Flug, und schon bald kommen wir in Evolene an. Bei einem Brunnen halten wir an, füllen die Bidons mit frischem Wasser und essen einen Powerbar. Nun bin ich bereits 4 Stunden unterwegs. Es steht noch ein Aufstieg bis nach Eison bevor - nicht gerade mein Lieblingsaufstieg. Ich bin froh, als wir oben in den super schönen Singletrail einbiegen können und geniesse die Abfahrt aus vollen Zügen, inkl. jubeln! So bin ich, wenn ich Spass habe, muss ich dies rauslassen... In Eison teilten sich unsere Wege und ich fahre zurück nach Vex, wo ich am morgen mein Auto parkiert habe. Nach 5 ½ Stunden Trainingsfahrzeit freue ich mich, vom Velo zu steigen. Mit einem guten Gefühl und viel Vertrauen blickte ich auf meinen Trainingstag zurück. Diese guten Gefühle in meinen Beinen versuche ich so gut es geht zu speichern, denn diese helfen mir dann in Rennabschnitten, die richtig hart sind. Ich ziehe mich um und geniesse einen Regi-Shake, dies trägt zu einer schnelleren Erholung bei.

Zufrieden fahre ich nach Hause zurück und warte auf mein Schatz Alex, der sich den ersten Streckenteil des Rennens angesehen hat. Wir haben beide einen tollen Tag erlebt, tauschen uns aus und nehmen die positiven Gefühle mit.
Nun freuen wir uns auf ein feines Abendessen und darauf, die Beine etwas hochzulegen. Es war definitiv ein genialer Tag mit einen guten Training, viel Sonne und einem feinen Essen als Abschluss. Was will man mehr...

www.fabienneheinzmann.ch