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Taylor Phinney verbuchte seine zweite WM-Medaille. (©BMC/Tim de Waele.)
Taylor Phinney verbuchte seine zweite WM-Medaille. (©BMC/Tim de Waele.)

Phinney gewinnt Silber bei der Weltmeisterschaft

19. settembre 2012

Taylor Phinney vom BMC Racing Team eroberte am Mittwoch bei der Weltmeisterschaft im Zeitfahren die Silbermedaille. Teamkollege Tejay van Garderen belegte Rang vier, Marco Pinotti musste nach einem Sturz aufgeben. Der Italiener brach sich das Schlüsselbein auf der linken Seite.

Phinney: "An die Grenzen gegangen"
Taylor Phinneys Zeit war nur fünf Sekunden langsamer als jene des Siegers Tony Martin (Omega Pharma-Quick Step), der seinen Titel erfolgreich verteidigen konnte. Der Deutsche benötigte 58:38 Minuten für die 45,7 Kilometer lange Strecke. Vasil Kiryienka aus Weissrussland (Movistar Team) fuhr auf Platz drei, er war fünf Sekunden schneller als van Garderen. Bei der ersten Zwischenzeit bei Kilometer 14,3 war Taylor Phinney Erster. Er sei sich dessen aber nicht bewusst gewesen, wie der Amerikaner betonte. Bei der zweiten Zwischenzeit (29,7 km) lag Taylor Phinney auf Rang zwei mit einem Rückstand von 13 Sekunden, bei der dritten (37,9 km) lag er acht Sekunden zurück. "Ich benutze keinen Funk und ich decke die Wattanzeige des SRM-Geräts ab. Daher war ich nicht ganz sicher, wo ich liege. Wenn man meine Zwischenzeiten mit den Daten vergleicht, konnte ich an meine Grenzen gehen. Ich wusste, dass ich eine gute Zeit hatte, als ich Fredrik Kessiakoff am Anstieg des Caubergs sah. Dieser Erfolg motiviert mich in der Vorbereitung für die kommende Saison, vor allem auch, wenn ich an meine Leistung bei den Olympischen Spielen denke. Das sind Momente, die dein Leben verändern und das lässt mich noch härter arbeiten, um meine Ziele zu verwirklichen", betonte Taylor Phinney.

Van Garderen: "Gute Fahrt von mir"

Tejay van Garderen, der wie Taylor Phinney am Gewinn der WM-Silbermedaille am Sonntag im Teamzeitfahren beteiligt war, wusste ebenfalls nicht, wie greifbar nahe der Podestplatz war. "In der Hälfte des Rennens gab mein Funk den Geist auf, daher hatte ich keine Ahnung. Ich wollte natürlich Vollgas geben, aber ganz perfekt ist es nicht gelaufen. Ich wollte mich auf einer Abwärts-Passage etwas erholen, hatte dann aber Gegenwind. An den Anstiegen habe ich gekämpft, konnte mich also auch nicht ausruhen. Am Ende des Tages war es eine gute Fahrt von mir. Vor allem, wenn man bedenkt, dass mir Eintages-Zeitfahren nicht wirklich liegen", resümierte der Amerikaner. Sein vierter Rang ist seine beste Platzierung bei einer Weltmeisterschaft in seiner bisherigen Karriere. Taylor Phinney verbuchte bereits die Goldmedaille bei der U 23-Weltmeisterschaft im Zeitfahren im Jahr 2010.

Pinotti: "Sport ist grausam"

Marco Pinotti, der bei der zweiten Zwischenzeit die fünftschnellste Zeit gehabt hatte, stürzte auf der regennassen Strasse und musste das Rennen vorzeitig beenden. "Ich habe das Rennen genossen und ich wusste, dass ich auf Podiumskurs war", sagte der Italiener, während er sich an der Maastricht Universität in den Niederlanden röntgen liess. "Dieser Sport ist einfach grausam", meinte er. Chef-Teamarzt Dr. Max Testa sagte, dass sich Marco Pinotti am Donnerstag in Belgien weiteren Untersuchungen unterziehen werde. "Der Bruch am Schlüsselbein ist kompliziert." Marco Pinotti, Sieger des finalen Zeitfahrens beim diesjährigen Giro d'Italia und Gewinner im Kampf gegen die Uhr bei der Österreich-Rundfahrt, kann nicht wie geplant am WM-Strassenrennen am Sonntag teilnehmen.