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Michael Raelert läuft trotz Zeitstrafe in die Top 10 - IM 70.3 Weltmeisterschaft 2012, Las Vegas

10. septembre 2012

Las Vegas

Doppel-Weltmeister kämpft sich in Las Vegas noch auf den achten Rang im engen Weltklassefeld - Fragwürdige Penalty-Strafe beim Radfahren sorgt für Verärgerung

Las Vegas. Michael Raelert hat sich bei der Weltmeisterschaft im Ironman 70.3 am Lake Las Vegas in Henderson den achten Platz erkämpft. Der 32-jährige Weltmeister von 2009 und 2010 haderte nach seinem Zieleinlauf in 4:03:11 Stunden zwar sehr mit einer fragwürdigen Zeitstrafe beim Radfahren, gratulierte aber vor allem seinem deutschen Mitfavoriten Sebastian Kienle, der den Wettkampf dank einer Bravourleistung im Radfahren und Laufen in 3:54:35 Stunden als neuer Weltmeister vor Titelverteidiger Craig Alexander (Australien) und Bevan Docherty aus Neuseeland beendete. „Hut ab vor Sebi", sagte Michael Raelert, „er hat ein phänomenales Rennen gezeigt."
Der Doppel-Weltmeister selbst wurde auf der anspruchsvollen Radstrecke um seine Chance gebracht, mit um den Weltmeistertitel kämpfen zu können. Nach 23:30 Minuten war Michael Raelert auf dem aussichtsreichen sechsten Rang aus dem Wasser gekommen. Nach 1,9 Kilometer Schwimmen im Lake Las Vegas lag er nur 14 Sekunden hinter dem Australier Josh Amberger, der sich gemeinsam mit dem US-Amerikaner Andy Potts und dem Australier Clayton Fettell während des Schwimmens leicht abgesetzt hatte. „Mein Schwimmen war gut", sagte Michael Raelert, der mit seiner Leistung genau im Rennplan war und bald die Initiative übernahm.
Nach einem schnellen ersten Wechsel fuhr der Rostocker nach nicht einmal zehn Kilometern an die Spitze des herausragend besetzten Profifeldes. „Ich habe mich richtig gut gefühlt", beschrieb er die ersten Kilometer durch die heiße Wüste von Nevada. Mit hohem Tempo auf dem Rad gehörte Michael Raelert bald zu einer zwölfköpfigen Gruppe mit vielen Favoriten. Doch nach knapp 25 Kilometern traf ihn die Entscheidung eines Schiedsrichters wie ein Schock: „Er hat mir wegen angeblichen Windschattenfahrens eine Zeitstrafe gegeben", sagte Michael Raelert, „das war wie ein Blitzschlag aus einem strahlend blauen Himmel heraus. Ich bin überzeugt davon, dass ich regelkonform gefahren bin."
Kurz nach der Hälfte der Radstrecke steuerte Michael Raelert sehr verärgert die Penalty-Box an, um die verhängte Strafe von vier Minuten zu verbüßen. Als Michael Raelert nach dieser Zeitstrafe wieder auf sein Rad steigen durfte, war das Rennen um eine Top-Platzierung für ihn vorbei. „Ich wollte unbedingt ins Ziel kommen und das Rennen trotz aller Frustration noch anständig zu Ende bringen", erklärte er später. Auf dem 18. Rang erreichte er die Wechselzone nach dem Radfahren mit bereits mehr als sieben Minuten Rückstand. Seine Radzeit von 2:19:30 Stunden für die anspruchsvollen 90 Kilometer wollte er sogleich vergessen machen - gerade auf den ersten Laufkilometern zeigte der Rostocker, was in ihm steckt.
Mit einem schnellsten Wechsel zum Laufen und der schnellsten Anfangszeit des gesamten Feldes startete er bei sengender Hitze in den abschließenden Halbmarathon. In 1:17:05 Stunden lief Michael Raelert von verlorenem Posten letztlich noch weit nach vorn. „Ich bin froh, dass es wenigstens ein Top-10-Platz geworden ist", sagte er nach seinem achten Rang im absoluten Weltklassefeld, „bis ich dieses Rennen aber verdaut habe, das wird noch eine Weile dauern."
Quelle: www.raelert-brothers.com