Bitte wählen Sie ihr Land und Sprache
International, Deutsch

Nur Milatz ist glücklich

31. August 2013

Pietermaritzburg

BMC Mountainbike Racing Team
Weltmeisterschaft in Pietermaritzburg, Südafrika
Cross-Country
Bericht

Ein angeschlagener Julien Absalon und Moritz Milatz haben bei der WM in Südafrika mit Rang sechs und sieben für die besten BMC-Resultate gesorgt. Lukas Flückiger hatte großes Pech, als er am Start schwer stürzte und aufgeben musste.

Das WM-Rennen hat sich die BMC-Equipe wahrlich anders vorgestellt. Julien Absalon, der nach seinem fünften Titel greifen wollte, verletzte sich im Training an den Rippen, am Knie und an der Hüfte. Der Europameister aus Frankreich zeigte seine großartige sportliche Mentalität und stellte sich dennoch an den Start.
„Das war das härteste Rennen meines Lebens. Die Schmerzen waren extrem stark, ich habe sehr gelitten, aber es war wichtig das Rennen zu beenden. Für BMC, für die französische Nationalmannschaft und für die Betreuer", erklärte Absalon.

Gemeinsam mit Teamkollege Moritz Milatz fuhr der Franzose in der Verfolgergruppe zwischen Platz fünf und sieben. Am Ende wurde es Rang sechs für Absalon und sieben für den Deutschen Meister.
Der war an diesem Tag der einzige BMC-Biker, der richtig glücklich war. „Heute bin ich ohne Probleme durch das Rennen gekommen. In der Mitte hätte ich noch schneller fahren können, aber nach der Negativ-Serie fehlte mir das Vertrauen. Ich bin aber mit Platz sieben vollkommen zufrieden", so Milatz, der das beste WM-Ergebnis seiner Karriere notierte.

Für Lukas Flückiger war die WM nach 250 Metern beendet. Ein Konkurrent fuhr den Schweizer in die Bande. Er verlor beim harten Sturz kurz das Bewusstsein, schlug sich beide Knie an und gab mit Verdacht auf Rippenbruch auf. Untersuchungen ergaben später zwei gebrochene Rippen.
„Es ist natürlich niederschmetternd, vor allem weil ich so viel für dieses Rennen investiert habe. Aber ich kann es nicht mehr ändern", sagte Flückiger später.

Martin Fanger erreichte mit Platz 20 wenigstens sein Minimalziel. „Ich konnte keine richtig schnelle Runde fahren, aber insgesamt ein hohes Tempo", erklärte Fanger.
US-Kollege Stephen Ettinger war als 23. im Rahmen seiner Möglichkeiten.

Ralph Näf wurde am Start vom Sturz um Flückiger aufgehalten. Dann startete er eine Aufholjagd, die aber nach der zweiten Runde jäh gestoppt wurde. „Ich hatte plötzlich keinen Druck mehr. Später habe ich mir noch zwei Plattfüße geholt. Ich habe so viel auf dieses Rennen gesetzt, eigentlich seit Anfang März", zeigte er sich enttäuscht, nachdem er von Rang 20 auf 52 zurückgefallen war.

Ergebnisse
Herren
1. Nino Schurter (Sui)
2. Manuel Fumic (Ger)
3. José Hermida (Esp)
4. Maxime Marotte (Fra)
5. Jaroslav Kulhavy (Cze)
6. Julien Absalon
7. Moritz Milatz
...
20. Martin Fanger
...
23. Stephen Ettinger
...
52. Ralph Näf