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Michael Raelert mit BMC's team support in Person: Stefano Cattai
Michael Raelert mit BMC's team support in Person: Stefano Cattai

Michael Raelert wird Zweiter am Ironman 70.3 in Miami

3. November 2011

Nur gerade eine Woche nach seinem sensationellen Comeback, welches nach einer mehrmonatigen Verletzungspause einer grossen Erleichterung gleichkam, muss sich Raelert in Miami lediglich von Landsmann Sebastian Kienle geschlagen geben.

Schlag auf Schlag, anstatt Schritt für Schritt

Als aussenstehender wird man das Gefühl nicht los, dass Michael Raelert versucht nach einer bis anhin missglückten Saison, das Verpasste noch wettzumachen. Übel nehmen wird es ihm keiner, denn bei den Absagen unmittelbar vor den als Saisonhöhepunkten definierten Wettkämpfen litt nicht nur Michael sondern auch wer ihm bei seinen Statements zuhörte. Einmal mehr ist der jüngere der beiden Raelerts nicht zu bremsen, der Ehrgeiz hat sich durchgesetzt, obwohl man nach einer verletzungsbedingten Wettkampfpause dieser Dauer doch eher an einen schrittweisen Wiedereinstieg denken würde. Der charakterstarke Rostocker mutet sich jedoch mit zwei Starts über die halbe Ironmandistanz innerhalb einer Woche schon einiges zu. Lässt man die Resultate sprechen, so vergehen einem die Zweifel an seiner körperlichen Form.

Ein „Überbiker“ bezwingt den Dominator

In Miami nur der starke Radfahrer Sebastian Kienle, welcher Raelert einen Strich durch die Rechnung machte und ihn letztlich um rund eine Minute übertrumpfte. Obwohl der zweite Rang eine durchaus solide Leistung darstellt, war Raelert unmittelbar nach dem Zieldurchlauf alles andere als zufrieden mit dem was er gezeigt hatte: „Ich bin nicht enttäuscht das ich Zweiter wurde, überhaupt nicht! Aber ich bin total enttäuscht von meiner Leistung. Ich hatte den Wettkampf bereits im Schwimmen aufgegeben und während der gesamten Dauer habe ich nach Ausreden gesucht, um das Rennen nicht beenden zu müssen.“ Dennoch war die Leistung abschnittsweise betrachtet alles andere als schlecht: Nachdem Raelert mit der ersten grossen Gruppe aus dem Wasser stieg, zeigte er auf dem Radabschnitt eine gute Leistung. Einzig Kienle, welcher für die 90 Kilometer rund 5 Minuten weniger benötigte, fuhr mit Abstand besser als Raelert. Der schnellste Laufsplit des Tages reichte dem Rostocker nicht, um seinen Kontrahenten zu stellen, dieser lief einen soliden Halbmarathon und konnte Raelert auf Distanz halten.

Back on track

Mit zwei überraschend starken Leistungen in Austin und Miami hat der jüngere Raelert bewiesen, dass wieder mit ihm zu rechnen ist. Auch wenn die vergangene Dominanz auf der Ironman 70.3 Distanz noch etwas warten muss, scheint es ein kleiner Schritt zu sein, den Michael Raelert machen muss, um den anderen wieder einen Schritt voraus zu sein.