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Taylor Phinney konnte am Mittwoch seinen ersten Sieg als Profi in einem Strassenrennen geniessen. (©BMC/Tim De Waele.)
Taylor Phinney konnte am Mittwoch seinen ersten Sieg als Profi in einem Strassenrennen geniessen. (©BMC/Tim De Waele.)

Polen-Rundfahrt, 4. Etappe: Phinney gewinnt solo

31. Juli 2013

Taylor Phinney attackierte sieben Kilometer vor dem Finale bei der Polen-Rundfahrt am Mittwoch und sorgte somit für den zweiten Sieg in Folge bei diesem Etappenrennen für das BMC Racing Team. Es war sein erster Triumph als Profi in einem Strassenrennen.



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Baldato: "Wie eine Maschine"
Der Silbermedaillengewinner der letztjährigen Zeitfahrweltmeisterschaft hatte nie mehr als 15 Sekunden Vorsprung auf das herannahende Feld. Er warf erst einen Blick zurück, als er solo und in Siegerpose mit seiner BMC Teammachine SLR01 über die Ziellinie fuhr. "Ich habe Taylor gesagt, dass er es mit einer Attacke versuchen solle, aber es war dann doch beeindruckend, als er es tatsächlich getan hat", sagte BMC Racing Team Assistant Director Fabio Baldato. "Es war wie ein Prolog und das habe ich ihm über Funk gesagt. Ich habe ihm gesagt, er solle Vollgas geben und nicht zurück schauen. Er fuhr wie eine Maschine." Die Schlussrunde - die auf dem letzten Kilometer bergab führte - sei ideal für eine Attacke gewesen, erklärte Taylor Phinney. Aber er hätte nicht gedacht, dass er dort alleine fahren würde. "Mit Teams von jeweils sechs Leuten hätte ich gedacht, dass es schwieriger werden würde, jemanden zu stellen. Aber niemand ist mit mir mitgegangen. Also habe ich nur nach vorne und nicht zurück geblickt. Ich habe alles gegeben. Es war technisch und ich konnte das Tempo hoch halten. Ich hatte viel Kraft, aber die letzten paar Kilometer haben richtig weh getanl. Ich habe gehofft, dass ich nicht 20 Meter vor dem Ziel eingeholt werden würde." Steele Von Hoff (Garmin-Sharp) und Yauheni Hutarovich (AG2R La Mondiale) fuhren auf die Plätze zwei und drei. Thor Hushovd vom BMC Racing Team - Sieger der dritten Etappe am Dienstag - wurde Sechster.

Ein Dank an Frank und Pinotti
Wie beim Sieg von Thor Hushovd habe auch eine gute Teamarbeit - bevor die TV-Übertragung begonnen hatte - viel zum Erfolg beigetragen. Mit 231,5 Kilometern war es die längste Etappe der diesjährigen Polen-Rundfahrt. "Ich möchte mich vor allem bei Mathias Frank und Marco Pinotti bedanken. Sie sind 200 Kilometer vorne gefahren und haben eine achtköpfige Ausreissergruppe, die wirklich gefährlich war, gestellt. Vor allem diesen beiden verdanke ich meinen Sieg." Taylor Phinney, der seinen letzten Einzelsieg im letzten August auf der siebten Etappe im Einzelzeitfahren bei der USA Pro Challenge verwirklcht hatte, hatte immer auf so einem Sieg gehofft. Es ist der fünfte Triumph für das BMC Racing Team innerhalb der letzten zehn Tage. "Von so einem Sieg habe ich immer geträumt - die Sprinterpläne am Ende des Rennens durcheinanderzubringen. Es war etwa im Style von Fabian Cancellara, ein Mailand-San-Remo Szenario. Es ist grossartig, dass ich das verwirklichen konnte und es war ein grossartiges Gefühl, als ich am Ende die Hände in die Höhe reissen durfte." Rafal Majka (Team Saxo-Tinkoff) behielt die Gesamtführung, die Gesamtwertung blieb an der Spitze unverändert.