Bitte wählen Sie ihr Land und Sprache
International, Deutsch

team news

Die Champs-Elysées zeigte sich bei der Zielankunft in der Nacht ganz ungewohnt. (©BMC/Tim De Waele.)
Die Champs-Elysées zeigte sich bei der Zielankunft in der Nacht ganz ungewohnt. (©BMC/Tim De Waele.)

Tour de France 2013 ist Geschichte

21. Juli 2013

Cadel Evans und das BMC Racing Team schauen nach Ende der 100. Austragung der Tour de France am Sonntag in der Dunkelheit in Paris bereits nach vorne.



Erwartungen wurden nicht erfüllt
Bevor Cadel Evans seine neunte Tour de France beendet hatte, wurde er gefragt, ob es das letzte Mal sein könnte, dass er über die Ziellinie in Paris fährt. "In meinem Herzen möchte ich mich nicht mit so einem Resultat von der Tour verabschieden - ich war nicht konkurrenzfähig und nicht vorne", sagte der Sieger der Austragung 2011. "Aber es hängt auch davon ab, was das Team will. Es ist ein amerikanisches Team und Tejay van Garderen beispielsweise ist ein Amerikaner. Wir werden also nach der Tour gemeinsam überlegen und die Ziele eines jeden Fahrers betrachten und dabei auch berücksichtigen, in welche Richtung sich das Team entwickeln will", so der Australier. Auf der letzten Etappe der dreiwöchigen Rundfahrt präsentierte sich Manuel Quinziato vom BMC Racing Team in einer Ausreissergruppe, die sich aber nicht lange halten konnte. Marcel Kittel (Team Argos-Shimano) sicherte sich seinen dritten Etappensieg. Das Team habe die Erwartungen nicht erfüllt, resümierte BMC Racing Team Präsident/General Manager Jim Ochowicz. "Eine Diagnose ist zu diesem Zeitpunkt schwer, aber wir sind klar unter unserem Leistungsniveau geblieben. Wir haben die Rundfahrt schon gewonnen und wir haben sicher die Möglichkeit, hier wieder zu gewinnen. Wir müssen uns aber neu formieren und analysieren, was passiert ist. Wir werden im nächsten Jahr einen neuen Anlauf nehmen."

Ein neuer Blickwinkel

Cadel Evans sagte, dass er eine weitere Austragung des Giro d'Italia absolvieren möchte, es sei seine erste grosse Landesrundfahrt gewesen, als er als erfolgreicher Mountainbiker in den Strassenradsport eingestiegen sei. Der ehemalige Strassenweltmeister beendete die Tour auf Platz 39 mit mehr als eineinhalb Stunden Rückstand auf den Sieger Chris Froome (Sky Procycling). Er habe dadurch die Tour aus einem anderen Blickwinkel kennen gelernt, kommentierte Cadel Evans. "Es ist anders, wenn man sich nicht auf ein Resultat konzentriert und auf jede Sekunden zu achten hat. Man kann es viel mehr geniessen. Gestern lag ich 15 oder 18 Minuten zurück, aber ich konnte in der Menge Leute entdecken, die ich kannte und ihnen winken. Dazu hatte ich in der Vergangenheit nie die Chance." Steve Morabito war der best platzierte Fahrer des BMC Racing Teams auf dem 35. Gesamtrang. Tejay van Garderen zeigte mit dem zweiten Rang auf der Königsetappe auf, die gleich zwei Mal auf Alpe d'Huez geführt hatte. Nach seinem fünften Gesamtrang im Vorjahr und dem Gewinn der Jungprofiwertung beendete der Amerikaner die Tour in diesem Jahr auf Platz 45. Das sei eine komplett andere Erfahrung gewesen, meinte er. "Die Tour hat mich in vielerlei Hinsicht auf die Probe gestellt. Am Ende war ich nur froh, ins Ziel gekommen zu sein. Das motiviert mich und ich denke bereits an 2014."

Hören Sie mehr Kommentare von Cadel Evans, Jim Ochowicz und Tejay van Garderen auf der BMC Racing Team's Tour de France Audio Line.