Bitte wählen Sie ihr Land und Sprache
International, Deutsch

team news

Philippe Gilbert vom BMC Racing Team feierte mit dem WM-Titel den grössten Sieg seiner Karriere. (©BMC/Tim de Waele.)
Philippe Gilbert vom BMC Racing Team feierte mit dem WM-Titel den grössten Sieg seiner Karriere. (©BMC/Tim de Waele.)

Gilbert vom BMC Racing Team kürt sich zum Weltmeister

23. September 2012

Philippe Gilbert holte am Sonntag bei der Weltmeisterschaft im Strassenbewerb die Goldmedaille. Der Belgier attackierte am Cauberg in den Niederlanden und ist nach diesem Triumph der vierte Strassen-Weltmeister in den Reihen des BMC Racing Teams.

Genug Zeit zum feiern
Philippe Gilbert folgte der Attacke des Italieners Vincenzo Nibali (Liquigas-Cannondale) am Beginn des 1.200 Meter langen Anstiegs, bevor er selbst das Tempo verschärfte. Er konnte eine Lücke aufreissen, die bis zum Gipfel immer grösser wurde. 1,7 Kilometer galt es im 267,4 Kilometer langen Rennen zu diesem Zeitpunkt noch zu bewältigen. Der zweifache Etappensieger bei der Vuelta a España hatte genug Zeit, um seinen Triumph zu feiern, den er rollte mit einem Vorsprung von vier Sekunden auf den Zweitplatzierten Edvald Boasson Hagen (Sky Procycling) aus Norwegen über die Ziellinie. Alejandro Valverde (Movistar Team) aus Spanien wurde Dritter. Philippe Gilbert ist damit der vierte Strassen-Weltmeister in den Reihen des BMC Racing Teams: Alessandro Ballan aus Italien (2008), Cadel Evans aus Australien (2009) und Thor Hushovd aus Norwegen (2010) kamen zuvor zu Meisterehren.

"Hatte gutes Gefühl"

Philippe Gilbert bedankte sich bei seinen Landsmännern, zu denen auch sein BMC Racing Teamkollege Greg Van Avermaet gehörte. Sie verhalfen ihm zu seinem grössten Sieg in seiner 10-jährigen Profikarriere. "Die ganze Mannschaft hat einen super Job gemacht. Am Beginn des Caubergs war ich sehr gut platziert. Ich hatte ein gutes Gefühl, weil ich hier das Amstel Gold Race gewinnen konnte. Zudem gab es Rückenwind, was von Vorteil war." Der ehemalige belgische Strassen- und Zeitfahrmeister Philippe Gilbert war 2011 die Nummer eins in der UCI Weltrangliste. Dann jedoch hatte er 2012 Probleme, zu seiner gewohnten Form zu finden. Er wurde bei Flèche Wallonne im April Dirtter und verbuchte vier Top-Ten Ränge bei der Tour de France. Zuletzt war seine Form ansteigend, was er mit dem Gewinn der neunten und 19. Etappe bei der Vuelta bewies.

Jim Ochowicz: Wir haben einander unterstützt

BMC Racing Team Präsident/General Manager Jim Ochowicz verfolgte das Rennen vor Ort in Valkenburg. Philippe Gilberts Sieg sei ein einmaliges Erlebnis, das viele Monate der Vorbereitung erfordert habe. "Das zeigt, dass er an unser Team geglaubt hat und umgekehrt haben wir auch immer an ihn geglaubt. Als Gemeinschaft haben wir uns gegenseitig unterstützt, auch in manchmal schwierigen Zeiten. Ein Weltmeistertitel ist eine der höchsten Auszeichnungen, die man als Athlet erobern kann", betonte Jim Ochowicz. Am letzten Sonntag holte der Belgier mit dem BMC Racing Team im Mannschaftszeitfahren WM-Silber.

John Lelangue: Gilbert blieb fokussiert

Philippe Gilbert sei während der gesamten Saison auf die Weltmeisterschaft fokussiert gewesen, sagte der Sportliche Leiter des BMC Racing Teams, John Lelangue. Er habe gewusst, dass ihm der Kurs liegen würde. "Nach dem Saisonbeginn konzentrierte er sich auf die Tour de France und die belgischen Zeitfahrmeisterschaften, danach auf die Vuelta. Dann galt seine volle Konzentration der WM. Er hat sich sehr gut auf die Vuelta vorbereitet und kam mit einer grossartigen Form zum Mannschaftszeitfahren. Er hatte dieses Rennen immer im Hinterkopf, seit Saisonbeginn. Wir wussten, dass er es mit einer akribischen Vorbereitung und einem guten Team schaffen konnte." Er habe die Tage vor dem WM-Rennen am Sonntag in den Niederlanden verbracht, um Philippe Gilbert und die anderen neun BMC Racing Team Fahrer, die an der WM teilnahmen, auf das Grossevent vorzubereiten, erklärte John Lelangue. Acht davon kamen ins Ziel.

Andy Rihs: "Weltmeisterliches Team"

Andy Rihs, Sponsor des BMC Racing Teams, war ebenfalls vor Ort. Er feuerte Philippe Gilbert nach Kräften an und war danachs beinahe heiser. "Das war unserer Traum und er ist in Erfüllung gegangen. Ich freue mich so sehr für Philippe Gilbert. Wenn man auf etwas hofft und es trifft dann ein, ist es das beste Gefühl der Welt. Niemand ist im Moment glücklicher als alle Mitglieder unseres Teams - der Hersteller BMC und die Händler, die Fahrer des BMC Racing Teams und natürlich die gesamte Organisation. Es ist ein verdienter Titel. Wir haben nun vier Weltmeister in unseren Reihen - wir sind ein weltmeisterliches Team."