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Das BMC Racing Team der Saison 2013 wurde am Freitag im neuen BMC Concept Store in Belgien präsentiert. (©BMC/Tim de Waele.)
Das BMC Racing Team der Saison 2013 wurde am Freitag im neuen BMC Concept Store in Belgien präsentiert. (©BMC/Tim de Waele.)

BMC Racing Team Präsentation 2013

11. Januar 2013

Am Freitag wurden die 26 Fahrer des BMC Racing Teams 2013 im neuen BMC Concept Store in Eke in Belgien vorgestellt. Darunter war unter anderem der amtierende Strassen-Weltmeister Philippe Gilbert.

Vier neue Fahrer
Im Vorjahr klassierten sich zwei Fahrer des BMC Racing Teams in den Top-10 der Tour de France. Tejay van Garderen wurde Fünfter und Cadel Evans Siebenter. Zudem gewann Tejay van Garderen die Jungprofiwertung. Die amerikanische Mannschaft holte Siege bei mehrere Etappen sowohl beim Giro d’Italia (Taylor Phinney und Marco Pinotti) als auch bei der Vuelta a España (zwei von Philippe Gilbert und eine von Stephen Cummings). Beim erstmals durchgeführten WM-Teamzeitfahren eroberten sie die Silbermedaille. Drei ehemalige Strassen-Weltmeister sind im Team mit dabei: Alessandro Ballan, Cadel Evans und Thor Hushovd. Alessandro Ballan war nicht anwesend bei der Präsentation, nahm aber via Skype daran teil. Dem BMC Racing Team gehören auch der amtierende Schweizer Strassenmeister Martin Kohler und der dänische Meister Sebastian Lander an. Er stösst wie Dominik Nerz, Daniel Oss und Larry Warbasse neu zum Team.

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Ausgesuchte Fragen und Antworten von der Team Präsentation:

2010 machte das BMC Racing Team einen grossen Schritt nach vorne, indem es Top-Fahrer verpflichtet hatte. Das darauffolgende Jahr stand ganz im Zeichen von Cadel Evans' Tour de France Sieg und 2012 konnte die Mannschaft zwei Fahrer in den Top-10 der Frankreich-Rundfahrt platzieren. Hinzu kamen Etappensiege bei zwei der drei grossen Landesrundfahrten und ein Weltmeistertitel. Ist das BMC Racing Team nun dort angekommen wo es hinwollte und was soll noch folgen?
Jim Ochowicz, Präsident/General Manager:

"Mit unserer ursprünglichen Strategie liegen wir im Plansoll. Natürlich sind sowohl der Sieg bei der Tour de France als auch der Weltmeistertitel Highlights für jedes Team - so auch für uns. Von der Leistung her gesehen sind wir generell dort, wo wir hin wollten, aber in manchen Fällen vielleicht noch nicht ganz. Bei den Klassikern hätten wir uns gerne noch stärker positioniert und bis dato haben wir noch keinen Sieg bei einem Frühjahrsklassiker auf dem Konto. Das bleibt also weiterhin ein Vorhaben, das es zu realisieren gilt. Ein weiteres Ziel ist ein Podiumsplatz bei einer Grand Tour."

Zum Team sind in diesem Jahr einige neue Sportdirektoren gestossen, zudem vier neue Fahrer. Was erwarten Sie von den Neuzugängen?

John Lelangue, Sportdirektor:

"Ja, wir haben zwei neue Sportdirektoren: Yvon Ledanois und einer unserer ehemaligen Fahrer, Jackson Stewart. Wir haben auch neue junge Fahrer und erfahrene Jungprofis. Dominik Nerz ist einer von ihnen, er konzentriert sich auf Etappenrennen. Daniel Oss legt seinen Fokus auf die Klassiker. Ich denke, dass sie sich gut integrieren werden und es ist gut, wenn junge Fahrer dazukommen. Zudem haben wir zwei Neuzugänge, die wir Schritt für Schritt in der Entwicklung unterstützen werden: Larry Warbasse und Sebastian Lander. Die beiden sind in der ersten Saison noch in einem Lernprozess. Sie werden lernen, wie der Job als Helfer funktioniert. All diese neuen Fahrer werden unsere Kapitäne unterstützen."

Tejay van Garderen unterstützte Cadel Evans bei der Tour de France im Vorjahr und wurde bester Jungprofi bzw. klassierte sich auf dem fünften Gesamtrang. Wie oft werden die beiden diese Saison zusammen fahren?

John Lelangue, Sportdirektor:

"Die meiste Zeit über fahren sie verschiedene Rennprogramme. Zum Beispiel nimmt Tejay an der Tour de San Luis teil und Cadel bei der Tour of Oman. Bei den ersten grossen WorldTour Etappenrennen kann Tejay seine eigene Chance nutzen, wie beispielsweise bei Paris-Nizza. Cadel wird Tirreno-Adriatico bestreiten. Es gibt für die beiden also die meiste Zeit über zwei verschiedene Rennprogramme, aber die Tour de France bestreiten sie gemeinsam. Natürlich wollen beide bei den einwöchigen Rundfahrten gute Resultate einfahren. Daher ist es gut, wenn sie separate Rennen bestreiten. So können sie ihre Chancen nutzen. Es ist wichtig für sie und für das Team. Beide erhalten in diesen Rennen die best mögliche Unterstützung der Mannschaft. Die einwöchigen Etappenrennen wie Paris-Nizza, Tirreno-Adriatico, die Amgen Tour of California, das Criterium du Dauphine, die Tour de Suisse, die Tour de Romandie, die Volta a Cataluny und die Baskenland-Rundfahrt sind wichtige Rennen für unsere Mannschaft."

Bezüglich der Klassiker hat das Team mehrere Optionen: unter anderem mit Philippe Gilbert, Thor Hushovd, Taylor Phinney und Greg Van Avermaet. Gibt es bestimmte Erwartungen, die sie an diese Gruppe haben?


John Lelangue, Sportdirektor:

“Das werden wir zu Saisonbeginn sehen. Der Verlust durch Alessandro Ballan aufgrund seiner Verletzung tut uns weh, weil er in der letzten Saison einer der Besten in diesem Metier war. Das war einfach Pech für uns. Aber natürlich haben wir ein gutes Klassiker-Team. Wir haben starke Kapitäne für diese Art von Rennen und wir können auf Michael Schär und Manuel Quinziato zählen. Sie bringen eine grosse Erfahrung bei Klassikern mit. Dann haben wir die Jungen wie Daniel Oss. Wir starten mit einem ausgezeichneten Team bei den eintägigen Klassikern der WorldTour. Ausserdem hat jeder von ihnen verschiedene Ziele. Wir wissen beispielsweise, dass sich Philippe Gilbert ganz auf die Ardennenklassiker (Amstel, Flèche-Wallonne, Lüttich-Bastogno-Lüttich) konzentriert. Ausserdem startet er bei der Flandern-Rundfahrt nicht ohne Ambitionen."

"Thor Hushovd legt seinen Fokus mehr auf Paris-Roubaix, aber er nimmt auch an der Flandern-Rundfahrt teil. Daher hat jeder seinen Platz im Team. Es ist immer interessant, verschiedene Strategien zu haben - eine, die mehrere Fahrer mit einbezieht, sodass man sich nicht auf einen Kapitän konzentrieren muss. Das macht es für uns umso interessanter. Aber wir wissen natürlich auch, dass in diesen Rennen viel passieren kann: Stürze, technische Probleme in einem entscheidenden Moment, Defekte, etc. Daher ist es auch schwierig, den ganzen Druck auf eine Person abzuladen. Sie sind alle Profi genug, dass sie zusammenarbeiten und sich für den jeweils anderen aufopfern werden. Denn am Ende ist das Team das Wichtigste

Stephen Cummings hatte im Vorjahr eine starke Saison (Etappensiege bei der Vuelta a España und der Tour of Peking, nachdem er eine Serie von Stürzen und Verletzungen hinter sich gebracht hatte.) Was erwarten Sie von ihm, da er nun gesund und zu hundert Prozent leistungsfähig ist?
John Lelangue, Sportdirektor:


“Er wird sich zu einem wertvollen Teil des Teams entwickeln. Er ist sicher einer, der in Fluchtgruppen gehen kann, weil er eine Maschine ist. Aber er bringt auch die nötige Unterstützung für das Team im Hinblick auf das Gesamtklassements des jeweiligen Kapitäns bei einwöchigen Rundfahrten."

Ausgesuchte Interviews finden Sie auf der BMC Racing TeamAudioLine: www.bmcracingteam.com/news/audio-line/

BMC Racing Team Fahrer 2013: Alessandro Ballan (ITA), Adam Blythe (GBR), Brent Bookwalter (USA), Marcus Burghardt (GER), Stephen Cummings (GBR), Yannick Eijssen (BEL), Cadel Evans (AUS), Mathias Frank (BEL), Philippe Gilbert (BEL), Thor Hushovd (NOR), Martin Kohler (SUI), Sebastian Lander (DEN), Klaas Lodewyck (BEL), Amaël Moinard (FRA), Steve Morabito (SUI), Dominik Nerz (GER), Daniel Oss (ITA), Taylor Phinney (USA), Marco Pinotti (ITA), Manuel Quinziato (ITA), Ivan Santaromita (ITA), Michael Schär (SUI), Greg Van Avermaet (BEL), Tejay van Garderen (USA), Larry Warbasse (USA), Danilo Wyss (SUI). 

BMC Racing Team Directors:
John Lelangue, Directeur Sportif
Fabio Baldato, Assistant Director
Jackson Stewart, Assistant Director
Yvon Ledanois, Assistant Director
Max Sciandri, Assistant Director