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Alessandro Ballan (links) musste sich im Kampf um Platz zwei bei Paris-Roubaix nur ganz knapp geschlagen geben. (©BMC/Tim de Waele.)
Alessandro Ballan (links) musste sich im Kampf um Platz zwei bei Paris-Roubaix nur ganz knapp geschlagen geben. (©BMC/Tim de Waele.)

Podium für Ballan bei Paris-Roubaix, zwei weitere Fahrer in den Top-15

8. April 2012

Alessandro Ballan beendete die "Königin der Klassiker" als Dritter. Thor Hushovd und Taylor Phinney belegten die Ränge 14 und 15 für das BMC Racing Team. Tom Boonen (Omega Pharma-Quick Step) schloss mit seinem Sieg am Sonntag zum bisherigen Rekordhalter Roger de Vlaeminck auf - der Belgier fuhr die letzten 53 Kilometer solo zu seinem vierten Triumph bei Paris-Roubaix.



Foto-Finish um Rang zwei
Erst per Foto-Finish fiel die Entscheidung, ob Alessandro Ballan nun Zweiter oder Dritter war. Er fuhr in einer fünfköpfigen Verfolgergruppe, die 1:39 Minuten hinter Tom Boonen die Ziellinie im Velodrome in Roubaix überquerte. Ex-Weltmeister Alessandro Ballan attackierte etwa 200 Meter vor dem Ziel von hinten mit seinem neuen BMC granfondo GF01, am Ende hatte aber Sébastien Turgot (Team Europcar) das Glück auf seiner Seite, ihm wurde Rang zwei zugesprochen. "Ich bin im Sprint nicht so schnell und mit dem Velodrome nicht allzu vertraut, es war hart für mich", beschrieb Ballan. "Tom war zu stark. Ich hätte nicht gedacht, dass er es alleine schaffen wird, weil wir vier oder fünf Fahrer von Sky und zwei von Rabobank in unserer Gruppe hatten." Boonen gelang es, sich 55 Kilometer vor dem Ziel mit seinem Teamkollegen Niki Terpstra abzusetzen. Nur wenige Kilometer später verzeichnete sein Begleiter aber einen Reifendefekt.

Glück und Pech
Das BMC Racing Team hatte Glück und Pech zugleich im 257,5 Kilometer langen Kopfsteinplaster-Klassiker. Als sich das Peloton nach 142 Kilometern teilte, schafften es alle ausser Manuel Quinziato in die erste Gruppe. Aber innerhalb der letzten 75 Kilometer hatte George Hincapie im Wald von Arenberg in einer Kurve einen Reifendefekt und selbst das BMC Racing Team Auto war kurzfristig wegen eines platten Reifens ausser Gefecht gesetzt. "Das ist Teil des Spiels, es ist schliesslich die Hölle des Nordens", kommentierte John Lelangue, Sportlicher Leiter des BMC Racing Teams. "Aber Alessandro hat einmal mehr bewiesen, dass er in einer wirklich guten Form ist. Er war einer unserer Kapitäne und wir freuen uns sehr, dass er es auf das Podium geschafft hat - und das bereits zum zweiten Mal innerhalb einer Woche bei einem grossen Monument im Radsport." Alessandro Ballan, der schon zwei dritte Plätze bei Roubaix (2006, 2008) auf dem Konto hatte, verbuchte nun seine fünfte Top-Ten-Platzierung in der Saison. Er war der best platzierte BMC Racing Team Fahrer bei der Flandern-Rundfahrt mit Rang drei, der Strade Bianche als Vierter, Mailand-San Remo als Achter und E3-Harlbeke als Neunter.

Hushovd gab alles
Obwohl Thor Hushovd 60 Kilometer vor der Zielankunft schwer stürzte und sich dabei grossflächige Abschürfungen am linken Oberschenkel zuzog, wollte er weiter kämpfen. "Ich habe noch nie aufgegeben. Ich wusste, dass ich gute Beine hatte und habe alles gegeben. Ich bin enttäuscht, weil ich bisher kein gutes Frühjahr hatte und heute war es ein perfektes Rennen bis zu diesem dummen Fehler", kommentierte der ehemalige Strassen-Weltmeister. 14 Sekunden nachdem Thor Hushovd ins Ziel kam, gewann Taylor Phinney den Sprint aus einer neunköpfigen Gruppe und belegte Rang 15. "Es war echt hart, aber ich habe mich heute grossartig gefühlt. Ich hatte gute Beine, kam sicher durch den Tag und habe viel vorne gearbeitet. Ich habe versucht, Danilo (Wyss) zu helfen, als es Richtung Arenberg ging. Zwar habe ich die vordere Gruppe verpasst, aber wenn ich bedenke wie viel ich gearbeitet habe, bin ich mit der Platzierung zufrieden", betonte der ehemalige amerikanische Zeitfahrmeister.

Hincapie mit Rekord
Nach einem Sturz von George Hincapie 85 Kilometer vor dem Ziel half Danilo Wyss mit einem Hinterrad aus, damit der Amerikaner weiterfahren konnte. Er beendete den Klassiker auf Rang 43, 7:46 Minuten hinter Tom Boonen. Damit verbesserte Hincapie den Finisher-Rekord bei Paris-Roubaix auf die stolze Anzahl von 17 beendeten Teilnahmen. "Ich kam relativ gut durch den Tag. Es ist so ein hartes Rennen. Für jene, die siegen, aber auch für jene, die hinten kämpfen - jeder gibt alles. Du bist total fertig und denkst die ganze Zeit nur an eines - ins Velodrome einzufahren. Das ist wirklich ein ganz spezielles Gefühl", erklärte der dreifache amerikanische Strassenmeister.

Fotos des BMC Racing Teams vom Rennen:
flic.kr/s/aHsjzqFwqt

Kommentare der Fahrer und des Sportlichen Leiters John Lelangue auf der BMC Racing Team AudioLine:
www.bmcracingteam.com/news/audio-line/