Bitte wählen Sie ihr Land und Sprache
Deutschland, Deutsch

team news

Martin Kohler (Mitte) half seinem Teamkollegen Dominik Nerz (direkt dahinter) in der Fluchtgruppe. (©BMC/Tim De Waele.)
Martin Kohler (Mitte) half seinem Teamkollegen Dominik Nerz (direkt dahinter) in der Fluchtgruppe. (©BMC/Tim De Waele.)

Vuelta a España, 16. Etappe: Nerz Vierter

9. September 2013

Dominik Nerz vom BMC Racing Team erzielte am Montag bei der Bergankunft der Vuelta a España den vierten Platz und damit sein bestes Saisonresultat. Er fuhr gemeinsam mit seinem Teamkollegen Martin Kohler in der Fluchtgruppe.

 



Kraft fehlte im Finale
Kohler, Nerz und etwa 18 andere Fahrer konnten sich etwa 50 Kilometer vor dem Ziel vom Feld absetzen. Die Etappe war 146,8 Kilometer lang. Sie fuhren erst zwei Minuten Vorsprung heraus, dann drei. Von diesem Zeitpunkt an war es klar, dass die Gruppe das Ziel erreichen würde. "Es war super, dass Dominik und ich gemeinsam in der Gruppe dabei waren. Ich habe etwas mehr gearbeitet und er konnte sich für das Finale schonen. Immer wenn es flach war, gab ich Vollgas, um den Abstand zu halten bzw. zu vergrössern", sagte Martin Kohler. Als es am 15,8 Kilometer langen Anstieg richtig steil wurde, war Nerz in jener kleinen Gruppe mit dabei, die den Sololeader Warren Barguil (Team Argos-Shimano) jagte. Rigoberto Uran (Sky Procycling) holte Barguil auf dem letzten Kilometer ein. Nerz und Bartosz Huzarski (Team NetApp-Endura) schlossen die Lücke zu den beiden auf den letzten 200 Metern. Aber Barguil konnte nochmals beschleunigen und sprintete an Uran vorbei und feierte seinen zweiten Etappensieg. Huzarski wurde Dritter und Nerz kam alleine mit einem Rückstand von acht Sekunden ins Ziel. Er verbesserte sich damit in der Gesamtwertung um einen Platz auf Rang 17. "Das Problem war, dass die letzten beiden Tage für mich sehr hart waren. Vielleicht hat dadurch etwas die Kraft gefehlt, um zum Sieg zu fahren. Ich dachte, dass ich die Lücke schliessen könnte, aber es gab starken Gegenwind auf den letzten 300 Metern. Dann fuhr der Fahrer von NetApp an mir vorbei und die Moral war total weg. Das ist echt schade, weil man nicht jeden Tag eine Chance wie heute bekommt, eine Etappe zu gewinnen", beschrieb der Deutsche. "Wenn Nerz weniger gearbeitet hätte, dann hätte es im Finale eventuell noch gereicht", resümierte BMC Racing Team Assistant Director Yvon Ledanois. "Man hat gesehen, dass Barguil am Beginn in der Fluchtgruppe immer in der hinteren Position fuhr. Und das sieht man am Resultat. Ich denke, es war für Dominik heute eine gute und eine schlechte Erfahrung."

Hören Sie mehr Kommentare von Kohler, Ledanois und Nerz auf der BMC Racing Team's Vuelta a España Audio Line.