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Greg Van Avermaet (links) fuhr am Donnerstag zum dritten Mal aufs Podest. (©Casey B. Gibson, www.cbgphoto.com.)
Greg Van Avermaet (links) fuhr am Donnerstag zum dritten Mal aufs Podest. (©Casey B. Gibson, www.cbgphoto.com.)

Tour of Utah, 3. Etappe: Van Avermaert wieder Zweiter

9. August 2013

Greg Van Avermaet holte an der Larry H. Miller Tour of Utah seinen zweiten zweiten Rang in Serie; die gleiche Position bekleidet er in der Gesamtwertung, während er die Führung in der XO Communications Sprintwertung übernahm. Das BMC Racing Team wurde am Donnerstag von Lachlan Morton (Garmin-Sharp's) überrascht. Er gewann das 191,9-Kilometer-Rennen nach einer Verfolgung und sicherte sich damit auch die Führung in der Gesamtwertung.

Keine Hilfe bei der Verfolgung
Als Morton während des steilen Teils des Aufstiegs beim Mt. Nebo seinen Soloangriff lancierte, verfolgte ihn niemand. Der Australier ging als Sieger aus einer zersplitterten Fluchtgruppe hervor und holte sich mehr als eine Minute Vorsprung, wovon er 34 Sekunden ins Ziel rettete. Zweiter wurde Van Avermaet, der Lucas Euser (UnitedHealthcare Pro Cycling) in einem Schlusssprint besiegte, der sich aus 20 Fahrern aus neun verschiedenen Mannschaften zusammensetzte. "Niemand wollte bei der Verfolgung helfen", sagte BMC Racing Team Assistant Director Jackson Stewart. "Natürlich wussten, als wir oben ankamen, dass wir beinahe eine Minute Rückstand hatten, die wir in der Abfahrt nicht aufholen könnten. Michael Schär und Jakub Novak gaben alles, um Morton einzuholen, doch es war nicht genug. Zweiter ist gut, aber es ist eine Enttäuschung, weil wir uns gute Chancen auf den Sieg ausrechneten. Greg hat sich aufgeopfert und fuhr beim Aufstieg stark; er hätte den Sieg verdient." In der Gesamtwertung liegt Van Avermaet neu 22 Sekunden hinter Morton, 40 Sekunden Rückstand hat Euser. Nur noch 17 Fahrer befinden sich in der Minute hinter dem Leader, drei Etappen sind noch ausstehend.
 
Warbasse in der Fluchtgruppe
Van Avermaet betonte, dass er im Moment, als Morton angriff, nicht mithalten konnte. "Wir versuchten mit Michi, Jakub und Yannick (Eijssen) die Lücke zu schliessen, für mich aber war es ein harter Moment", sagte er. "Ich glaube, alle fuhren an ihrem Limit und danach folgte nur noch eine Abfahrt ins Ziel." Den Feldsprint zu gewinnen und damit den Lead in der Sprintwertung zu übernehemen war für ihn die kleinere Herausforderung als sein Soloangriff am Dienstag, der ihm seinen fünften Sieg und die Rennführung nach der ersten Etape bescherte. "Ein Sprint in der Abfahrt ist immer schwierig, aber Michi (Schär) leistete 500 Meter vor dem Ziel sehr gute Führungsarbeit", sagte er. "Ich setzte bei 200 verbleibenden Metern zum Sprint an und so war es einfach, diesen zu gewinnen. Die einzige Enttäuschung ist, dass noch ein Fahrer vor mir war. Früher im Rennen war BMC Racing Team-Fahrer Larry Warbasse Teil der 20köpfigen Ausreissergruppe, die lange Zeit vier Minuten Vorsprung auf das Feld hatte, bevor sie eingeholt wurde. "Es war möglicherweise die unkooperativste Fluchtgruppe, in der ich jemals mitfuhr", sagte Warbasse. "Ich denke, dass einige grössere Profiteams ihren Fahrern sagten, sie sollen nicht zusammenarbeiten. So war es an den kontinentalen Teams, die Gruppe anzuführen." Am Freitag geht es am frühen Abend mit einem nur 54,7 Kilometer kurzen Rennen weiter, es beinhaltet aber 1082 Höhenmeter an Aufstiegen.
 
Die Kommentare von Stewart, Van Avermaet und Warbasse auf der BMC Racing Team Audio Line anhören: bit.ly/Vg94Oh