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Cadel Evans nahm auf der Abfahrt grosses Risiko in Kauf, um einen Vorsprung auf seine Rivalen herauszufahren. (©Sirotti, www.sirotti.it.)
Cadel Evans nahm auf der Abfahrt grosses Risiko in Kauf, um einen Vorsprung auf seine Rivalen herauszufahren. (©Sirotti, www.sirotti.it.)

Tour de France, 16. Etappe: Evans Zweiter

19. Juli 2011

Gap, France

Cadel Evans vom BMC Racing Team übernahm am Dienstag den zweiten Gesamtrang bei der Tour de France. Er folgte allen Attacken am letzten Anstieg und stürzte sich auf der regennassen Strasse mutig in die letzte Abfahrt vor dem Ziel.

Herausforderung Abfahrt
Cadel Evans machte auf der 162,5 Kilometer langen Etappe Zeit auf seine schärfsten Konkurrenten gut. Es ging über den Col de Manse, einen Anstieg, dessen höchster Punkt 11,5 Kilometer vor der Zielankunft lag. Der ehemalige Strassen-Weltmeister attackierte mit Alberto Contador (Saxo Bank-Sungard) und Samuel Sanchez (Euskaltel-Euskadi) und das Trio fuhr bis zur Spitze des Berges einen Vorsprung von 30 Sekunden heraus. Cadel Evans konnte sich auf der Abfahrt von seinen Gefährten absetzen und gewann drei Sekunden auf Contador und Sanchez. Auf den Gesamtführenden Thomas Voeckler (Team Europcar) und Frank Schleck (Leopard Trek), der zuvor auf Rang zwei lag, waren es 21 Sekunden. "Ich dachte nicht, dass ich am Anstieg so viel herausholen könnte", meinte Cadel Evans. "Ich habe mich innerlich schon auf die Abfahrt vorbereitet, weil sie ein bisschen gefährlich ist. Als ich sie letztes Jahr mit dem gebrochenen Arm in Angriff nahm, hatte ich Angst."

Vorsichtig angenähert
Er sei super positioniert gewesen, als es 20 Kilometer vor dem Ziel in den letzten Anstieg gegangen sei, meinte Cadel Evans. "George Hincapie und Marcus Burghardt haben mich dort in eine gute Position gebracht. Von da an musste ich nur meine Karten ausspielen. Ich habe mir Zeit genommen und geschaut, was passiert. Man muss wirklich vorsichtig sein, wenn es in der Gesamtwertung so knapp hergeht." Der Australier wurde Etappenelfter und liegt nun 1:45 Minuten hinter Thomas Voeckler. Weltmeister Thor Hushovd (Garmin-Cervélo) gewann die Etappe aus einem Sprint einer Dreiergruppe.

Lelangues Vorausblick
Er sei überrascht gewesen, wie viel Zeit Cadel Evans gutgemacht habe, meinte John Lelangue, Sportlicher Leiter des BMC Racing Teams. "Wir wussten, dass sich heute eine gute Gelegenheit bieten würde, auf der Abfahrt von La Rochette Zeit auf die Schlecks und Ivan Basso zu gewinnen. Es war gut, es dort zu probieren und zu schauen, ob er wegkommen würde", so der Belgier. "Ich dachte nicht an so einen grossen Vorsprung, es war heute ein super Tag für uns. Aber wir haben noch viele Herausforderungen in den Bergen in dieser Woche vor uns und ein schweres Einzelzeitfahren. Es ist also noch alles offen."