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Tejay van Garderen (links) half Cadel Evans am letzten Anstieg. (BMC/Tim de Waele)
Tejay van Garderen (links) half Cadel Evans am letzten Anstieg. (BMC/Tim de Waele)

Tour de France, 11. Etappe: Evans auf Rang vier

12. Juli 2012

Cadel Evans vom BMC Racing Team verlor am Donnerstag am ersten Tag in den Alpen bei der Tour de France Zeit auf seine Kontrahenten, aber Tejay van Garderen sagte, dass sich sein Teamkollege schnell von seinem engagierten Kampf erholen könne. Cadel Evans fiel vom zweiten auf den vierten Rang zurück.



"Cadel ist mental stark"
Am letzten Anstieg ins Ziel der 148 Kilometer langen Etappe fiel Cadel Evans aus der Gruppe mit dem Führenden Bradley Wiggins (Sky Procycling) zurück. Teamkollege Tejay van Garderen wartete auf den Titelverteidiger der Tour de France und führte ihn auf den letzten sechs Kilometern bis ins Ziel. Er belegte den elften Tagesrang, 1:26 Minuten hinter Bradley Wiggins. "Cadel ist mental stark, er kann einen Tag wie diesen verkraften. Er kämpft weiter. Sky hatte noch viele Fahrer zur Verfügung und Cadel hat heute Schwächen gezeigt. Aber vielleicht hat er bessere Tage auf den kommenden Etappen und wir können wieder Zeit gut machen", sagte Tejay van Garderen.

Van Garderen Gesamt-Siebenter

Cadel Evans liegt nun auf dem vierten Gesamtrang, 3:19 Minuten hinter dem Führenden. Tejay van Garderen wurde Etappenzwölfter und liegt auf dem siebenten Platz in der Gesamtwertung (+6:57 Minuten). Pierre Rolland holte den zweiten Etappensieg für das Team Europcar. Obwohl Tejay van Garderen Helferdienste leistet, behielt der Amerikaner das Trikot des besten Jungprofis. "Das war wirklich hart. Es war ein langer Tag. Ich hoffte, dass Cadels Beine besser gewesen wären, vor allem weil Sky den ganzen Tag Druck gemacht hat. Das war das erste Mal, dass wir Wiggins isoliert gesehen haben. Wenn wir das auf der nächsten Bergetappe wieder schaffen und Cadels Beine dann gut sind, ist alles möglich. Die Tour dauert ja noch lange", betonte Tejay van Garderen.

Attacke geplant

65 Kilometer vor dem Ziel, am Col de Glandon, attackierten Cadel Evans und Tejay van Garderen. Zuerst spannte sich van Garderen vor Sky. Kurz darauf attackierte Cadel Evans und schloss zu seinem Teamkollegen auf. Die beiden hatten einen Vorsprung von 17 Sekunden und holten einen dritten Mannschaftskollegen ein. Amaël Moinard war Teil einer früheren Fluchtgruppe gewesen. Das Trio arbeitete zusammen und bauten den Vorsprung auf 20 Sekunden auf. Dann aber brachte die Verfolgungsjagd von Sky alles wieder zusammen. "Es hat so ausgeschaut, als ob wir Sky etwas unter Druck setzen konnten, aber Cadel hatte Probleme, an meinem Hinterrad zu bleiben. Er hatte heute keinen guten Tag. Normalerweise hängt er mich ab", sagte van Garderen.

Lelangue optimistisch

John Lelangue, Sportlicher Leiter des BMC Raicng Teams, sagte, dass das Team von Tag zu Tag plane. Noch folgen neun Etappen, in den man Zeit gutmachen könne. "Cadel ist natürlich enttäuscht. Wir haben uns aber bisher grossartig geschlagen. Wir müssen an die Grenzen gehen und herausholen, was geht. Das Team hat heute gut gearbeitet. Aber mehr als drei Minuten aufzuholen ist nicht einfach. Vor allem, weil das Zeitfahren am Ende folgt und es nicht so viele Bergankünfte gibt und auch im Hinblick, was für ein Team Sky hier hat. Alles ist noch möglich. Wir wollen nicht sagen, dass alles schon gelaufen ist. Wir kämpfen bis nach Paris", betonte der Belgier.

Hören Sie Kommentare von John Lelangue (Englisch), Tejay van Garderen (Englisch) auf der BMC Racing Team Tour de France AudioLine:
www.bmcracingteam.com/grand-tours/tour-de-france/audio/