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Taylor Phinney feierte am Sonntag seinen zweiten Sieg im Einzelzeitfahren, dieses Mal in seiner Heimat Colorado. (©Casey B. Gibson.)
Taylor Phinney feierte am Sonntag seinen zweiten Sieg im Einzelzeitfahren, dieses Mal in seiner Heimat Colorado. (©Casey B. Gibson.)

Phinney gewinnt letzte Etappe in Colorado, Van Gardern Gesamt-Zweiter

27. August 2012

Taylor Phinney gewann sein zweites Einzelzeitfahren der Saison für das BMC Racing Team. Mannschaftskollege Tejay van Garderen wurde am Sonntag Dritter und belegte in der Endabrechung Rang zwei bei der USA Pro Challenge.

"Fühlte sich schnell an"
Taylor Phinney legte auf dem 15,3 Kilometer langen Kurs fast einen Schnitt von 53 km/h auf den Asphalt. Der Amerikaner feierte nach seinem Sieg beim Auftakt des Giro d'Italia im Mai seinen zweiten Triumph im Kampf gegen die Uhr in dieser Saison. "Ich hatte keine bestimmte Zeit im Kopf und hatte keinen Funk. Ich habe alles gegeben und es hat sich schnell angefühlt. Ich habe es mir gut eingeteilt und konnte auf den letzten drei Kilometern noch zulegen", beschrieb Taylor Phinney. Christian Vande Velde (Garmin-Sharp) belegte Rang zwei mit einem Rückstand von zehn Sekunden auf Taylor Phinney und sicherte sich damit den Gesamtsieg der Rundfahrt. Levi Leipheimer (Omega Pharma-Quick Step), der Tejay van Garderen das Gelbe Trikot am Samstag abgeknöpft hatte, wurde Neunter und fiel auf Platz drei zurück.

Doppelerfolg für Team

Taylor Phinney gewann sein zweites Einzelzeitfahren der Saison für das BMC Racing Team. Mannschaftskollege Tejay van Garderen wurde am Sonntag Dritter und belegte in der Endabrechung Rang zwei bei der USA Pro Challenge.
Taylor Phinney stellte sich während der Rundfahrt in die Dienste des letztjährigen Drittplatzierten Tejay van Garderen, der die Rundfahrt nach den Etappen 2, 4 und 5 anführte. Dabei habe er aber immer Einzelzeitfahren als Ziel im Hinterkopf gehabt. "Mit dem heutigen Sieg habe ich ein angepeiltes Ziel verwirklicht. Ich kam top motiviert hierher zu meinem Heimrennen, bei dem ich unbedingt dabei sein wollte", betonte der ehemalige amerikanische Zeitfahrmeister. Damit feierte das BMC Racing Team gleich zwei Siege an einem Tag, denn Mannschaftskollege Philippe Gilbert gewann die neunte Etappe der Vuelta a España. Es ist das zweite Mal innerhalb von drei Wochen, dass das BMC Racing Team zwei Rennen an einem Tag für sich entscheiden konnte und es war in diesem Monat der siebente Sieg für die schweizerisch-amerikanische Equipe. Alessandro Ballan gewann die siebente Etappe der Eneco Tour of Benelux am 12. August - Stunden zuvor stand Johann Tschopp bei der Larry H. Miller Tour of Utah ganz oben auf dem Podest.

Van Garderen war zuversichtlich

Tejay van Garderen, Viertplatzierter in zwei der drei Einzelzeitfahren bei der Tour de France im letzten Monat und Zweiter bei den amerikanischen Zeitfahrmeisterschaften im Mai, hatte sich noch Hoffnungen auf den Sieg gemacht. Er habe gedacht, dass der Rückstand von 21 Sekunden auf Levi Leipheimer noch einzuholen sei. Dann war aber Christian Vande Velde der Beste des Trios, er war neun Sekunden schneller als Tejay van Garderen und 33 Sekunden schneller als Levi Leipheimer. "Ich wollte das Rennen nicht verlieren. Ich war überzeugt, dass ich noch gewinnen konnte. Auch als ich bei der Zwischenzeit zurück lag, dachte ich, dass ich es schaffen werde. Ich war sehr zuversichtlich und wollte den Sieg unbedingt. Das Team hat hart für mich gearbbeitet. Es war mein Heimrennen, meine Familie war hier und es war das letzten Rennen von George Hincapie. Ich wollte ihm einen Sieg schenken", sagte der Amerikaner aus Boulder.

Letztes Rennen für Hincapie

George Hincapie winkte der Zuschauermenge in Denver zum Abschluss, als er mit seiner BMC Timemachine TM01 über die Ziellinie fuhr und damit seine 19-jährige Profikarriere beendete. Der Amerikaner aus Greenville blickt mit 17 Teilnahmen an der Tour de France auf eine Rekordanzahl zurück. 16 davon konnte er auch beenden, was ebenfalls Bestmarke bedeutet. Es sei sehr emotional gewesen, von der Startrampe zu fahren. "Es war eine lange Karriere und ich bin stolz darauf. Ich bin traurig, dass ich nun gehen muss, aber ich freue mich auch darauf, mehr Zeit mit meiner Familie verbringen zu können und einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen", beschrieb George Hincapie. Er werde dem Radsport aber verbunden bleiben und weiterhin Sport betreiben. "Schon am Dienstag gehe ich mit einem Kollegen Mountainbiken", meinte er.