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Philippe Gilbert feierte seinen ersten Saisonsieg. (©BMC/Tim De Waele.)
Philippe Gilbert feierte seinen ersten Saisonsieg. (©BMC/Tim De Waele.)

Gilbert feierte ersten Sieg als Weltmeister bei der Vuelta

5. September 2013

Philippe Gilbert vom BMC Racing Team gewann sein erstes Rennen als amtierender Strassen-Weltmeister. Er setzte sich auf der zwölften Etappe der Vuelta a España auf den letzten 50 Metern des bergauf führenden Finales gegen Edvald Boasson Hagen (Sky Procycling) durch.

"Es war wie ein Traum"
Nach dem WM-Titel verbuchte der Träger des Regenbogentrikots fünf zweite Ränge. Nun steuerte er der Erfolgsbilanz des BMC Racing Teams den Saisonsieg Nummer 27 bei. Im letzten Jahr hatte der Belgier zwei Etappen bei der Vuelta gewonnen. Er sei mit viel Selbstvertrauen in den heutigen 164,2 Kilometer langen Tagesabschnitt gestartet. "Ich war von mir überzeugt. Das letzte Mal als ich Zweiter war (auf der siebenten Etappe am letzten Samstag), war es ein ähnlich technisches Finale. Daher bin ich früh nach vorne gefahren, etwa 20 Kilometer vor dem Ziel. Das hat mich viel Energie gekostet, weil ich viel im Wind fahren musste. Aber man kann vorne alles überblicken und sich die Linie aussuchen. Die Jungs haben mich auf den letzten zwei Kilometern in eine perfekte Position gebracht, vor allem Danilo Wyss hat einen grossartigen Job gemacht", lobte Gilbert. Als Boasson Hagen auf den letzten 250 Metern einige Radlängen vorne war, habe ihn das nicht aus dem Konzept gebracht. "Wenn man so früh mit dem Sprint beginnt, ist es niemals leicht, weil es noch mindestens 20 Sekunden bis ins Ziel sind - eine lange Zeit. Ich wusste, dass mir dieses Finale liegt. Ich bin Vollgas gefahren, ich habe es geschafft. Ich bin an ihm vorbeigezogen und habe gewonnen. Es war wie ein Traum, einfach grossartig", freute sich der Belgier. Vincenzo Nibali (Astana Pro Team) behielt die Gesamtführung, Dominik Nerz ist 16. mit 8:02 Minuten Rückstand. Der Deutsche bleibt der best platzierte Fahrer des BMC Racing Teams in der Gesamtwertung.

Perfekte Teamarbeit
BMC Racing Team Assistant Director Yvon Ledanois lobte die perfekte Teamarbeit, durch welche die Fahrer Gilbert sicher auf den letzten Kilometer brachten. Das Finale war als so gefährlich eingestuft worden, dass die Rennkommissäre die übliche Drei-Kilometer-Zone bei einem eventuellen Sturz auf fünf verlängerten. "Auf den letzten zwölf Kilometern hatte Tony Martin attackiert. Ich habe Danilo Wyss und Klaas Lodewyck gesagt, dass es für Philippe Zeit werde zu gehen", erklärte Ledanois. "Sofort fuhren sie nach vorne und haben ihre Arbeit erledigt. Diese Einstellung gefällt mir." Er und Performance Manager Allan Peiper, der als zweiter Sportdirektor in dieser Woche bei der Vuelta im Einsatz ist, hoffen auf weitere Erfolge. "Wir haben ein Team hier, das sehr gut zusammen arbeitet. Das Ziel für die Mannschaft ist es, eine gute Vuelta zu fahren und Etappensiege zu holen. Wir haben neben Philippe noch andere Fahrer, beispielsweise Ivan Santaromita oder Yannick Eijssen und noch weitere, die ihre Chancen bekommen werden. Ich freue mich sehr mit unserer Mannschaft über diesen Erfolg."

Pinotti gab auf
Der italienische Zeitfahrmeister Marco Pinotti musste die Rundfahrt vor dem Start der Etappe aufgeben. Er leidet an einer Stirnhöhleninfektion, wie BMC Racing Teamarzt Roger Palfreeman bestätigte. Pinotti hatte sich vor dem Einzelzeitfahren am Mittwoch nicht wohl gefühlt. Er hatte den 25. Rang mit einem Rückstand von 3:14 Minuten auf den Sieger belegt. "Es ist für mich das Beste, wenn ich mich  zu Hause erhole. Es ist die einzige Chance, dass ich bis zur WM im Team- und Einzelzeitfahren wieder fit werde", so Pinotti. "Ich bin natürlich enttäuscht. Ich hätte eine Start wagen können, sicher wäre es aber nicht besser geworden. Während einer Rundfahrt gesund zu werden ist schwierig."

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