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Cadel Evans geniesst seinen ersten Tour de France Sieg auf der Champs Élysées in Paris. (©Sirotti, www.sirotti.it.)
Cadel Evans geniesst seinen ersten Tour de France Sieg auf der Champs Élysées in Paris. (©Sirotti, www.sirotti.it.)

Cadel Evans schreibt Tour-Geschichte

24. Juli 2011

Paris, France

Cadel Evans vom BMC Racing Team schrieb am Sonntag bei der Tour de France Geschichte. Er ist der erste Australier, der das grösste und wichtigste Radrennen der Welt gewinnt.

"Geschafft"
Nachdem Cadel Evans die Ziellinie in Paris überquerte, wurde er von allen acht Teamkollegen, die die dreiwöchige Rundfahrt über 3430 Kilometer alle beendet haben, umarmt und gefeiert. 30 Jahre nachdem sein australischer Landsmann Phil Anderson erstmals das Gelbe Trikot getragen hatte, feierte Cadel Evans seinen ersten Sieg bei sieben Tour-Teilnahmen. "Einige Leute haben immer an mich geglaubt. Ich habe an mich selbst geglaubt. Diese Menschen, mein Team und noch einige Menschen um mich herum sind das, was es ausmacht. Wir haben es geschafft. Ich möchte allen Fans danken, speziell jenen, die in meiner Heimat Australien selbst in der Nacht Fernsehen geschaut haben", so Cadel Evans. Mark Cavendish (HTC-Highroad) gewann die letzte Etappe auf der Champs Élysées in Paris.

Zeitfahren war Highlight
Cadel Evans übernahm die Führung auf der zweitletzten Etappe, indem er einen 57 Sekunden Rückstand auf Andy Schleck (Leopard Trek) im 42 Kilometer langen Einzelzeitfahren in Grenoble gutmachte. Andy Schleck wurde Zweiter in der Gesamtwertung mit einem Rückstand von 1:34 Minuten auf Cadel Evans. Der Australier triumphierte am Ende nach 86 Stunden, 12 Minuten und 22 Sekunden. "Für mich war das persönliche Highlight die letzten drei oder vier Kilometer im Zeitfahren", beschrieb Cadel Evans. "Der härteste Teil war zu diesem Zeitpunkt hinter mir und in diesem Finish wusste ich, dass wir unser Ziel erreichen würden. Es war einfach so unglaublich. Dadurch waren die letzten vier Kilometer nicht mehr so hart."

Hincapie schreibt Geschichte
Mit Cadel Evans Sieg erhöhte George Hincapie seinen Rekord. Er ist zum neunten Mal Teil eines Teams, das bei der Tour de France gewinnt. "Ich habe den Jungs heute vor dem Start gesagt, jeden Moment zu geniessen, jeden Hügel, jede Kurve, jeden Ton, den man hört, weil es speziell ist und etwas, das man den Rest seines Lebens nicht vergisst", meinte der Amerikaner. "Vom Chaos der ersten Woche bis zu den Herausforderungen, die es in den Bergen zu bewältigen gab und den unterschiedlichen Taktiken der anderen Teams oder dem dramatischen Zeitfahren am Ende - es war alles etwas Besonderes." Hincapie fuhr früher an der Seite des Tour de France Champions Lance Armstrong (1999-2005) und Alberto Contador (2007) und nahm rekordverdächtige 16 Mal an der Grande Boucle teil.

Wieder die Nummer eins
Cadel Evans startete erfolgreich in die Saison, er gewann drei von fünf Etappenrennen. Aktuell ist er wieder der Führende im Ranking der UCI WorldTour, wie schon nach dem Sieg bei Tirreno-Adriatico. Er gewann die Tour de Romandie und war Zweiter beim Critérium du Dauphiné. Durch seinen Toursieg rangiert das BMC Racing Team nun auf Platz zwei (hinter Leopard Trek) in der Teamwertung der UCI WorldTour. Brent Bookwalter (USA), Marcus Burghardt (GER), George Hincapie (USA), Amaël Moinard (FRA), Steve Morabito (SUI), Manuel Quinziato (ITA), Ivan Santaromita (ITA) und Michael Schär (SUI) haben Cadel Evans bei seinem Tour-Sieg unterstützt. Den Sportlichen Leiter des BMC Racing Teams, John Lelangue, unterstützte Assistant Director Fabio Baldato.

Grosse Zufriedenheit
In seinem erst zweiten Jahr seines Bestehens feiert das BMC Racing Team seinen ersten Tour de France Sieg. Co-Eigentümer Andy Rihs meinte, die Organisation habe sich bemüht, Cadel Evans die besten Leute und Resourcen zur Verfügung zu stellen, um seine erste Tour zu gewinnen. "Ich bin überglücklich, wie das ganze Team. Aber der glücklichste Mensch auf dem Planeten muss Cadel sein", so der Schweizer. "Ein Traum ist wahr geworden und das stimmt uns natürlich äusserst zufrieden. Cadel hatte das Potenzial und das hat er bestätigt. Er hat jeden Tag gekämpft und es ist ein historischer Augenblick für ihn und das ganze BMC Racing Team."