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Michael Raelert am Ironman Hawaii, hier noch als Zuschauer
Michael Raelert am Ironman Hawaii, hier noch als Zuschauer

Michael Raelert gewinnt Ironman 70.3 Austin, Schildknecht starker Zweiter!

27. Oktober 2011

Michael Raelert glückt nach einer langen Verletzungspause das Comeback, Schildknecht beweist unmittelbar hinter Raelert, dass die Form für Hawaii durchaus gut gewesen wäre.

How it unfolded

Auf dem Schwimmabschnitt erarbeitete sich Raelert einen soliden Vorsprung auf den starken Radfahrer Schildknecht. Dieser stürmte mit der besten Radzeit des Tages an die Spitze, wobei er für die 90 Kilometer lediglich 2 Stunden und 5 Minuten benötigte, 4 Minuten weniger als Raelert, welchen er hinter sich gelassen hatte. Für einmal wird vermutlich nicht das Material die Differenz gemacht haben, beide Athleten absolvierten den Radsplit auf der brandneuen timemachine TM01 und erarbeiteten sich damit die Grundlage für die späteren Spitzenplatzierungen. Der abschliessende Halbmarathon war dann ganz im Sinne des Deutschen, welcher mit einer sehr schnellen Zeit von 1 Stunde und 11 Minuten sämtliche Konkurrenten deklassierte und den in Führung liegenden Schildknecht wieder ein- und überholte. Der Schweizer verwaltete mit einem soliden Laufsplit seine Podiumsrangierung und lief mit sicherem Abstand auf Rang drei ins Ziel.

Comebacks mit unterschiedlichen Hintergründen

Für beide Athleten stellt der Halbironman im texanischen Austin eine Kehrtwende dar. Für Michael Raelert ist es die erlösende Rückkehr in die Wettkampfszene, nachdem er wegen einer Verletzung seine grossen Saisonziele (Ironman Frankfurt, Ironman 70.3 Weltmeisterschaften und Ironman Weltmeisterschaften) allesamt verpasst hatte. Das der Deutsche Ausnahmeathlet diese Geduldsprobe gut überstanden hat bewies er der Triathlonwelt mit einer Leistung, wie man sie von ihm aus der Vergangenheit nur allzu gut kennt. Für Schildknecht war es im Gegensatz zu Raelert die Rückkehr aufs Podest nach einem Zwischentief an den Ironman Weltmeisterschaften auf Hawaii. Der Zürcher wollte nach einer erfolgreichen Saison mit dem zweiten Platz am Ironman 70.3 Switzerland sowie den Siegen am Ironman Switzerland und der Challenge Walchsee am Ironman Hawaii überzeugen und seine Weltklasseleistung aus dem Jahr 2008 (vierter Rang) wiederholen. Doch am Tag X fehlte ihm das notwendige Glück und vor allem die Tagesform, was ihn dazu bewog auf den ersten Kilometern des Marathons die Segel zu streichen. Mit dem Podestplatz in Austin bewies Schildknecht seine gute Form, die zweifelsohne auch in Hawaii zu einer Toprangierung hätte führen können.

Wettkampfsaison noch nicht beendet

Während sich in nördlichen Breiten langsam der Winter ankündet, setzen die beiden BMC-Athleten ihre Wettkampfsaison fort: Schildknecht wird am 5. November am Ironman Florida teilnehmen, es wird dies seine zweite Teilnahme nach 2002 sein und angesichts der guten Form, darf man gespannt sein, welche Leistung der Zürcher an der Ostküste zeigen wird. Auch Michael Raelert dürfte nocheinmal an einer Startlinie stehen und seine aufstrebende Form unter Beweis stellen.