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Cadel Evans (vorne) fühlte sich am Sonntag bei der Tour de France um einiges besser als am Samstag. (©BMC/Tim De Waele.)
Cadel Evans (vorne) fühlte sich am Sonntag bei der Tour de France um einiges besser als am Samstag. (©BMC/Tim De Waele.)

Tour de France, 9. Etappe: Evans Sechster

7. Juli 2013

Cadel Evans vom BMC Racing Team fand nach einem schwierigen ersten Tag am Samstag in den Pyrenäen wieder zur alten Stärke zurück. Er wurde am Sonntag Sechster.



"Hoffnung lebt"
Cadel Evans und eine kleine Gruppe, der auch sein Teamkollege Steve Morabito angehört hatte, kam 20 Sekunden nach dem Sieger Daniel Martin (Garmin-Sharp) ins Ziel. Dieser setzte sich gegen seinen Fluchtgefährten Jakob Fuglsang (Astana Pro Team) durch. Cadel Evans fühlte sich etwas besser auf der 168,5 Kilometer langen Etappe, bei welcher vom Start weg aggressiv gefahren wurde. Der Gesamtführende Christopher Froome musste bald ohne seine Teamkollegen von Sky Procycling klar kommen. "Die Hoffnung lebt immer. Aufzugeben ist keine Option. Was wir heute gesehen haben, war eine Überraschung und nicht das, was wir von Sky erwartet hatten. Im Vorjahr haben sich alle Teamfahrer jeden Tag während der Tour wieder gut erholt. Heute war das aber überhaupt nicht der Fall. Sie hatten einen Fahrer vorne und das war für das Gelbe Trikot eine bizarre und komische Situation. Vor allem so früh in der Rundfahrt", meinte Cadel Evans. Der Australier hat einen Rückstand von 4:36 Minuten auf Froome, verbesserte sich aber um sieben Ränge auf Platz 16.

Erster Ruhetag am Montag

Auch Steve Morabito hatte sich vor dem ersten Ruhetag am Montag besser gefühlt. Zuerst versuchte er, das Rennen aggressiver zu machen. Später half er in der Verfolgung von Martin und Fuglsang. "Ich bin zwei Mal weggefahren und habe mich gut gefühlt, aber hinten haben Saxo Bank und Movistar das Feld kontrolliert. Cadel musste sein Rad wechseln und ich habe auf ihn gewartet. Am letzten Anstieg fand er wieder den Anschluss an die erste Gruppe", beschrieb der Schweizer. Cadel Evans hatte sich vom Samstag wieder erholt, als er mehr als vier Minuten auf den Führenden verlor. Das Team schaue nun vorwärts, sagte BMC Racing Team Präsident/General Manger Jim Ochowicz. "Wir hatten höhere Erwartungen, wir wollen uns nach vorne arbeiten. Es kommen noch zwei Rennwochen und es folgen viele Berge und Zeitfahren. Wir sind in einer guten Position. Mit Cadel wollen wir uns täglich verbessern und jede Chance ergreifen, die sich ergibt", so der Amerikaner.

Schär gibt auf

Die letzten zwölf Etappen nimmt das BMC Racing Team ohne Michael Schär in Angriff. Er gab vor dem Start seine Aufgabe bekannt. Der Schweizer Strassenmeister hatte sich am Freitag auf der siebenten Etappe bei einem Sturz seine linke Schulter verletzt. Er könne keine weitere Etappe durchstehen, erklärte er. "Ich muss fast alles mit einer Hand fahren, das funktioniert einfach nicht. Ich habe zwei Etappen durchgestanden, aber ich kann nicht schlafen, obwohl ich sehr müde bin und auf der Abfahrt ist es schwierig. Es ist gefährlich für mich, aber auch die anderen Fahrer im Feld." Wenn er die Tour dennoch fortsetzen würde, wäre das nicht optimal für den Heilungsprozess, betonte BMC Racing Team Chefarzt Dr. Max Testa. "Wir werden alles nochmals genau untersuchen und wollen nicht zu lange warten. Auf dieser Basis werden wir dann entscheiden, ob eine Opteration notwendig wird oder nicht."

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