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Philippe Gilbert (Mitte) sprintete am Ende einer langen Flucht um den zweiten Rang. (©BMC/Tim de Waele.)
Philippe Gilbert (Mitte) sprintete am Ende einer langen Flucht um den zweiten Rang. (©BMC/Tim de Waele.)

Tour de France, 14. Etappe: Sabotage bei Tour-Etappe

15. Juli 2012

Cadel Evans musste am Sonntag bei der Tour de France drei Reifenwechsel innerhalb von zehn Minuten in Kauf nehmen. Reissnägel waren auf der Strasse verstreut. Aber der Titelverteidiger wurde durch eine furiose Aufholjagd des BMC Racing Teams und einer sportlich fairen Geste des Feldes wieder herangeführt.

"Es war gefährlich"
BMC Racing Team Präsident Jim Ochowicz sagte, dass die Sabotage dieser Etappe das Leben einiger Menschen aufs Spiel gesetzt habe. "Ich weiss nicht, ob sie die Person finden werden, die das gemacht hat. Aber es war wirklich dumm und auch gefährlich. Mehrere Fahrer stürzten wegen den Reissnägeln", sagte der Amerikaner. Den ersten Reifenschaden verzeichnete Cadel Evans, als das Feld am Gipfel des letzten Berges ankam, der Mur de Péguère, etwa 40 Kilometer vor der Zielankunft der 192 Kilometer langen Etappe. BMC Racing Team VIP Koordinator Jacques Michaud, selbst ein ehemaliger Etappensieger der Tour de France, wechselte beim ersten Mal das Laufrad. Er nahm das Easton Laufrad von Amaël Moinard. Zwar war Steve Cummings zuerst bei Cadel Evans, aber sein Continental Reifen war ebenso platt. Dann folgten auf der Abfahrt zwei weitere Reifenpannen, die das BMC Racing Team beheben konnte. Das Teamauto fuhr in der Abfahrt auf Cadel Evans auf.

Wiggins wartete
Cadel Evans fand es sehr schade, dass das Rennen Opfer einer solchen Aktion wurde - entweder aus Protest oder um Aufmerksamkeit zu erregen, wie er vermutete. "Leider hat es mich drei Mal erwischt und das genau in den entscheidenden Momenten. Glücklicherweise hatten wir George Hincapie, Michael Schär und Amaël Moinnard sowie Marcus Burghardt dabei, um die Verfolgung wieder aufzunehmen", sagte Cadel Evans. Der Führende, Bradley Wiggins sagte seinen Sky Procycling Teamkollegen, dass sie auf Evans warten sollten. Dieser blieb damit weiterhin auf dem vierten Gesamrang mit einem Rückstand von 3:19 Minuten auf das Gelbes Trikot. "Niemand will vom Pech eines anderen profitieren", betonte Wiggins. Cadel Evans fuhr als 16. über die Ziellinie, gemeinsam mit Wiggins und dem Rest des Feldes. Der Rückstand auf den Etappensieger betrug 18:15 Minuten. Tejay van Garderen vom BMC Racing Team, der von einem Reifenschaden verschont blieb, behielt seine Führung in der Wertung des besten Jungprofis. Er bleibt mit einem Rückstand von 6:57 Minuten auf dem siebenten Gesamtrang.

"Hatten keine Panik"

Die Ruhe, mit der das Team mit den Zwischenfall ungegangen sei, habe ihn beeindruckt, sagte John Lelangue, Sportlicher Leiter des BMC Racing Teams. "Wir hatten keine Panik. Wir kamen mit der ganzen Gruppe zurück und Sky war wirklich fair und hat nicht vorne attackiert. Ich habe Sean Yates im Ziel gesagt, dass wir das wirklich geschätzt haben", so der Belgier. Daneben gab es aber auch ein gutes Resultat von Philippe Gilbert zu vermelden. Er kämpfte im Sprint um Rang zwei, nachdem er sich mit einer Fluchtgruppe absetzen hatte können. Luis Leon Sanchez (Rabobank) attackierte auf den letzten zwölf Kilometern aus der Spitzengruppe heraus und gewann solo. Gilbert wurde Vierter und eroberte damit seinen vierten Top-Ten-Rang in der dreiwöchigen Rundfahrt.

Hören Sie mehr Kommentare von Cadel Evans (Englisch), Philippe Gilbert (Englisch und Französisch), George Hincapie (Englisch), John Lelangue (Englisch und Französisch) und Jim Ochowicz (Englisch) auf der BMC Racing Team's Tour de France AudioLine:
www.bmcracingteam.com/grand-tours/tour-de-france/audio/