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Marco Pinotti feierte bei der achten Teilnahme beim Giro d'Italia seinen zweiten Sieg bei einem Einzelzeitfahren. (©Bob Cullinan)
Marco Pinotti feierte bei der achten Teilnahme beim Giro d'Italia seinen zweiten Sieg bei einem Einzelzeitfahren. (©Bob Cullinan)

Pinotti gewinnt finales Zeitfahren beim Giro

27. Mai 2012

Marco Pinotti verhalf dem BMC Racing Team am Sonntag beim abschliessenden Zeitfahren in Mailand zu einem weiteren Sieg beim Giro d'Italia, nachdem Taylor Phinney die erste Etappe mit dem Zeitfahren in Dänemark gewonnen hatte.

"War grosses Ziel"
Marco Pinotti fuhr mit seiner BMC Timemachine TM01 auf dem 28,2 Kilometer langen Kurs mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 51 km/h. Er sicherte sich den Sieg mit einem Vorsprung von 39 Sekunden vor Geraint Thomas (Sky Procycling). "Das war mein grosses Ziel. Ich gewann das Abschlusszeitfahren beim Giro 2008 und 2010 war ich Zweiter. Im Vorjahr war es ebenfalls mein grosses Ziel. Aber zwei Tage zuvor stürzte ich und musste ins Krankenhaus. Ein ganzes Jahr habe ich für diesen Zeitfahrsieg gearbeitet. Für mich war der Giro schwierig. Ich habe versucht, die ganze Energie für diese letzte Woche zu sparen", erklärte der Italiener. Es ist Marco Pinottis erster Sieg seit er am 27. Juni 2010 die italienische Zeitfahrmeisterschaft gewonnen hatte. Ausserdem ist es sein zweiter Sieg in einem Einzelzeitfahren beim Giro neben seinen drei Siegen im Teamzeitfahren. Nach der Siegerehrung mit Gesamtsieger Ryder Hesjedal (Garmin-Barracuda) wurde er als Top-Zeitfahrer des Giros geehrt.

Phinney falsch geleitet

Marco Pinottis Sieg entschädigte das BMC Racing Team für das nicht wunschgemässe Abschneiden von Taylor Phinney. Dieser sah seine Siegeschancen schwinden, als er seinem Begleitfahrzeug folgte, das falsch fuhr. Der Vorfall brachte den ehemaligen amerikanischen Zeitfahrmeister aus dem Konzept, er wurde am Ende 16., mit einem Rückstand von 1:31 Minuten hinter Pinotti. "Ich habe mir geschworen, dass ich mich nie aufrege, aber heute war es hart bis ins Finish", kommentierte der junge Amerikaner. "Ich habe drei Wochen lang gekämpft, um hier dabei zu sein und ein gutes Zeitfahren zu absolvieren. Wenn sich das Vorausfahrzeug dann verfährt ist es schon ärgerlich. In dem Moment hat mir Max Sciandri (BMC Racing Team Assistant Director) gesagt, ich solle umdrehen, aber es war nicht klar. Dann musste ich stehen bleiben und umkehren. So habe ich Zeit verloren und das ist echt frustrierend", so Taylor Phinney.

Tschop 14. in Gesamtwertung

Der beste Fahrer in der Gesamtwertung war wie im Vorjahr Johann Tschopp. Der Schweizer hatte gegen eine Erkältung und mit Halsproblemen zu kämpfen, belegte am Ende aber Rang 14. Damit ist er einen Rang besser als 2011. "Bis zum Ende habe ich alles gegeben was ich konnte, um in die Top-Ten zu kommen. Das war für mich eine neue Lebenserfahrung, eine positive für die Zukunft", so Tschopp. Die dritte Teilnahme des BMC Racing Teams beim Giro d'Italia war gekrönt vom Gewinn des Rosa Trikots durch Taylor Phinney zum Auftakt. Er trug das Jersey drei Tage lang. Ausserdem verbuchten Ivan Santaromita (12. Etappe) und Mathias Frank (16. Etappe) jeweils Top-Fünf-Etappenränge.